Die Fahrt nach Thun via Luzern, Brünig und Interlaken ist immer wieder ein Genuss. Herrliche Weite, glasklare Bergseen und die vielen schönen sportliche Erinnerungen rund um den Gigathlon. Herzlich Willkommen am Strongmanrun 2012!
In Thun angekommen schnappte ich mir zuerst meine Startnummer (1318), die vier Sicherheitsnadeln und noch einen Riegel, bevor ich anschliessend die Garderobe aufsuchte. Ein Platz zu finden ist bei knapp 3’309 Männern bereits eine grosse Herausforderung. Die Zweite war den Chip an meine Schuhe zu befestigen. Mit den Kabelbindern ist es ja immer so eine Sache. Doch schliesslich hatte ich auch das geschafft. Es bleiben mir noch 20 Minuten bis zum Start. Was ist jetzt noch zu tun? Schon eine gute Ausgangslage schaffen und bereits in den ersten Startblock stehen oder doch lieber warmlaufen? Ich habe mich für eine Kombination entschieden. Kurz warmlaufen und mich in die vorderste Reihe drängeln. Leichter gesagt als getan. Es standen bereits 1’500 Strongmänner- und frauen vor mir. Also nichts mit drängeln.
Nun ging es los. Nach einem lauten Knall bewegte sich die Masse von knapp 4’000 LäuferInnen nur langsam. Zuerst natürlich ’Stop and go’, wer kennt das nicht. Aber nach 800 Meter lief es so richtig rund und ich konnte mit meinem Kollegen das gewünschte Tempo halten. Dazwischen immer wieder Strohballen die mir das gemütliche laufen erschwerte. War das schon alles? Doch bald konnte ich am Horizont die wirklich grossen und schweren Hindernisse erkennen. Dort angekommen gab es den ersten Stau. So konnte ich leicht verschnaufen und Kraft tanken für das Bergsteigen. Oben am ‘Gipfe’ konnte ich die Aussicht nicht wirklich geniessen, ging es doch schon wieder steil bergab. Und so reihte sich Hindernis um Hindernis. So durchquerte ich Rüttelpisten, Wassergräben und die Everglades. Die grösste Wasserpfütze kam bei KM 6. Mit einer Wassertiefe von 90 cm und mehr konnte man nicht mehr von joggen sprechen. Da war schon eher schwimmen und tauchen angesagt. Mühsam, aber geschafft. Die restlichen im Wege stehenden Röhren und Pneus meisterte ich relativ locker. Obwohl ich noch nie ein begeisterter ‘robber’ war. Und nie sei werde.
Die erste Runde war geschafft. Noch hatte viel Kraft für die zweite Runde. Das Feld hat sich erwartungsgemäss auseinandergezogen und so war die Bahn frei für eine zweite, schnelle Schlussrunde. Doch weilt gefehlt. Mein Kollege konnte nicht mehr schneller laufen und so blieb ich bis zum Schluss bei ihm und unterstütze ihn mit Motivationszurufe und an den Verpflegungsstellen. Mit einer Zeit von 2:06:38,2 und einem Rang 1’277 (von 3’989) und somit locker im 1/3 Drittel, bin ich zufrieden.
Fazit: Der Spass stand bei diesem Event für einmal an ERSTER Stelle. Mehr Bildmaterial demnächst!
